Ursprung und Vision von
Global Underwater Explorers (GUE)
Global Underwater Explorers: Eine Ausbildungsorganisation mit besonderer Vision
Viele Taucher:innen erreichen irgendwann den Punkt, an dem sie mehr wollen als nur weitere Zertifikate. Sie möchten gezielt an ihren Fähigkeiten arbeiten, entspannt und sauber im Wasser schweben, effizient rückwärts tauchen oder sicher und kontrollierter tauchen. Andere wollen der Unterwasserwelt etwas zurückgeben oder den Einstieg ins technische oder Höhlentauchen wagen. Genau hier begegnen viele Global Underwater Explorers (GUE) – einer Organisation, die vor allem durch ihre anspruchsvolle Ausbildung, insbesondere den Fundamentals-Kurs, bekannt wurde. Doch GUE ist weit mehr als ein Ausbildungsverband.
Global Underwater Explorers wurde 1998 in den USA gegründet und entstand aus dem Umfeld ambitionierter Höhlen- und Wrackexplorationsprojekte, insbesondere des Woodville Karst Plain Project (WKPP) in Florida. Dieses Projekt widmet sich der Erforschung, Vermessung und dem Schutz komplexer Unterwasser-Höhlensysteme. Jarrod Jablonski, selbst aktives WKPP-Mitglied, gründete GUE mit dem Ziel, Exploration, Ausbildung und Umweltschutz unter einem einheitlich hohen Standard zu vereinen und weltweit zugänglich zu machen.
Von Beginn an ist GUE als Non-Profit-Organisation strukturiert. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in Ausbildung, Forschungs- und Explorationsprojekte sowie in den Schutz der Unterwasserwelt. Kommerzielle Interessen stehen bewusst nicht im Vordergrund – im Fokus steht verantwortungsvolles, sicheres und nachhaltiges Tauchen.
Die Vision
GUE verfolgt die Vision, eine kompetente, globale Gemeinschaft von Taucher:innen auszubilden, die befähigt ist, Unterwasser-Lebensräume zu erkunden, zu schützen und zu bewahren. GUE steht für eine fordernde, gemeinschaftliche und verantwortungsvolle Haltung zum Tauchen. Das entwickelte Training schafft höchste Sicherheitsstandards und ermöglicht anspruchsvolle Projekte, die aktiv zum Schutz der Unterwasserwelt beitragen. So fördert GUE weltweiten Wissenstransfer und nachhaltiges Handeln unter Wasser.
Eine wesentliche Basis dabei ist das „Doing It Right“-Prinzip (DIR): klare Ausrüstungskonzepte, präzise Kommunikation, exzellenter Trimm und Tarierung sowie eine konsequente Teamphilosophie – unabhängig von Umgebung oder Tauchart.
Ausbildung: Beginning with the End in Mind
Ein wesentliches Merkmal von GUE ist das durchgängige, anspruchsvolle Skill- und Teamtraining vom Freizeit- bis in den technischen Tauchbereich. Im Recreational-Bereich bilden der GUE Performance Diver, Basic Fundamentals und der Technical Fundamentals Kurs die Basis. Sie vermitteln Fertigkeiten in Trimm, Tarierung, Flossentechniken, Notfallmanagement und Teamarbeit auf einem Niveau, das deutlich über klassischen Tauchkursen liegt. Aufbauend darauf führen weitere Kurse sicher an größere Tiefen und komplexere Tauchgänge heran.
Im technischen, Höhlen- und CCR-Bereich folgen alle Programme klar definierten Standards und werden von streng ausgewählten Instruktor:innen unterrichtet, die ihren Status regelmäßig durch eigene Taucherfahrung außerhalb der Ausbildung erneuern müssen. Der Fokus liegt auf Planung, Risikomanagement und mentaler Stärke. Zertifizierungen werden leistungsabhängig vergeben – Mindset und persönlicher Einsatz sind entscheidend.
Besonders in der GUE Ausbldung ist, dass der Fokus auf dem Training und nicht der Zertifizierung liegt! Mit einem Kurs erwirbst du einen Wissenstransfer und die Entwicklung von Fähigkeiten; eine Zertifizierung ist jedoch nicht garantiert, sondern hängt von deiner Leistung im Kurs ab.
Um die Qualität der Ausbildung hoch zu halten werden GUE Instruktoren jährlich überüberprüft, sie müssen ihre Fitness nachweisen, mindestens 25 Tauchgänge außerhalb von Ausbildungen und über ihrem Ausbildungsniveau nachweisen, aktiv an Projekten teilnehmen u.v.m. Alle 4 Jahre erfolgt eine größere Evaluation. Einmal Instructor - immer Instructor gibt es nicht bei GUE!